
Es ist soweit, heute gab es satte 8 Pressemitteilungen und etwa 80 Fotos zum neuen Ford Mustang: Da die Konkurrenz aus den Häusern GM und Chrysler nicht schläft, wurde es Zeit, dem Ford Mustang eine Verjüngungskur zu spendieren. Und das ist den Ingenieuren und Designern bei Ford wohl gelungen.
Seit Ende 2004 ist der Ford Mustang der Baureihe S197 weitestgehend unverändert gebaut worden. In Angesicht der neuen Konkurrenz im Musclecar-Bereich musste man natürlich bei Ford tätig werden. So wurde der Mustang in ein neues Außenkleid gesteckt, das bis auf die Dachlinie des Fastback-Coupes nichts mehr mit dem alten Modell gemein hat. Der neue Ford Mustang wirkt durch die neu gestaltete Front geduckt, als läge er auf der Lauer. Die Powerdome-Haube verleiht ihm in Verbindung mit dem Hüftschwung mehr Dynamik und lässt den Sportwagen muskulöser wirken.

Zum ersten Mal seit Markteinführung des Mustangs ist das Pony-Emblem überarbeitet worden. Es soll jetzt moderner wirken, mehr Aggressivität und Athletik vermitteln. In der überarbeiteten Front sind schmalere Scheinwerfer mit integrierten Blinkern verbaut worden, deren Design vom 1970er Modell inspiriert ist. Xenon-Scheinwerfer sollen serienmäßig sein. Das V6-Modell verfügt über Nebelscheinwerfern im unteren Bereich der Frontschürze, der GT trägt diese wie vom Vormodell bekannt neben dem Pony im Grill.
Das Heck und die Rückleuchten wurden ebenfalls überarbeitet. So gibt es zum Beispiel kein sichtbares Kofferraumschloss mehr, sondern nur noch das Mustang-Emblem auf dem Kofferraumdeckel. Die Rückleuchten sind klassischer inspiriert als noch beim Vormodell und greifen das traditionelle Drei-Kammer-Design wieder auf. Unterteilt werden die roten Kammern, die übrigens per LED beleuchtet werden, durch die weißen Rückfahrscheinwerfer. Das Rückleuchtendesign dürfte deutsche Mustangfans freuen, die ihr Fahrzeugheck nicht mehr zwecks Umrüstung "verunstalten" müssen.
Insgesamt sind die Überhänge der Karosse verkürzt worden, optisch wirkt der 2010er Mustang flacher als sein Vorgänger. So kommt eine kompaktere, muskulösere Optik zustande.
Technisch hat sich auch einiges getan: Zwar bleiben die Motoren die gleichen, aber der GT verfügt nun über 15 zusätzliche Pferdestärken, die nun für insgesamt 315 PS im 4.6 Liter V8 sorgen. Der V6 bleibt mit 210 PS auf dem gleichen Stand wie in den Jahren zuvor. Der GT profitiert neben den zusätzlichen PS auch von Fahrwerksupgrades, die vom Bullitt Modell übernommen wurden. Insgesamt wurde aber das gesamte Fahrwerk überarbeitet, das neue Mustang Modell verfügt somit über neue Stoßdämpfer, Federn und Stabis, außerdem gibt es optional eine Domstrebe, die die Straßenlage weiter verbessern soll. Die Getriebe sind nicht aktualisiert worden, somit verfügen sowohl Handschalter als auch Automatik wie bisher über fünf Gänge. Es wird neue Felgen-Designs geben, außerdem wurden deren Durchmesser durchweg um einen Zoll vergrößert. So wird der Käufer zwischen 17-, 18- und 19-Zöllern wählen können.
Endlich serienmäßig wird ABS im Mustang sein. Das war in der Plain-Jane-Variante des V6 bisher nicht enthalten. Ein Stabilitätskontroll-System und eine abschaltbare Traktionskontrolle werden ebenfalls an Bord sein. Der GT verfügt zusätzlich über ein Sportprogramm für die Traktionshilfe.

Im Innenraum hat sich ebenfalls einiges getan. Das beliebte MyColor-Feature, das die Instrumente (und den Mustang-Schriftzug in den Einstiegsleisten) mit 125 verschiedenen Farben illuminieren kann, kennen die meisten Mustang-Enthusiasten wohl schon. Fords eigens mit Microsoft entwickeltes Entertainmentsystem Ford SYNC ist aus anderen Modellen ja auch schon bekannt und ist nun serienmäßig an Bord. Mit SYNC lassen sich die meisten MP3-Player mit dem Wagen verbinden und auch das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung wird via Bluetooth ermöglicht. Ein Sirius-Satellitenradio ist selbstverständlich auch erhältlich. Außerdem kann der Kunde einen Haken beim Rückfahrassistenten setzen, der die Zusatzausstattung komplettiert.
Wie auf den Fotos zu erkennen, ist der komplette Innenraum ebenfalls neu gestaltet worden und wirkt zeitgemäßer und hochwertiger. Das Armaturenbrett besteht aus aufgeschäumten Kunststoff, kein billiges Hartplastik, das man beispielsweise aus dem Dodge Caliber kennt.
Die Instrumente im Cockpit sind mit Chromringen umrandet, die Mittelkonsole verfügt über ein Display für die Bedienung der Audio-Anlage und der Klima-Regelung. Lenkrad und Sitze sind ebenfalls neu und der gesamte Innenraum soll wesentlich besser schallgeschützt sein.
Eine freudige Nachricht für Sonnenanbeter: Coupe- und Cabriovariante des Ford Mustang sollen zeitgleich auf den Markt kommen.
Alle knapp 80 Fotos gibt es wie immer in der Galerie: 2010 Ford Mustang
Den Order-Guide mit Abbildungen der Felgen-Modelle, Farben und Sitzbezüge findet ihr hier: Order Guide 2010 Mustang

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Kommentare
Ohje, was haben sich da die Ford-Ingenieure und vor allem Designer wieder ausgedacht.
Es scheint so, dass sich die traurige Geschichte des Stang wiederholt.
Von 1965 bis 1969 tolle Modelle mit Charisma und Eigenständigkeit.
In den 70ern bereits nur noch ein Abklatsch dessen.
In den 80ern eine komplette Katastrophe und auch bis zum 2004er nichts mehr Besonderes.
Dann kam 2005 der Oberknaller, eine Wiederauferstehung der ureigensten Ami-Ikone, ein Retro-Bolide, nach dem man sich umschaut. Der sich (nicht nur in USA) wie geschnitten Brot verkauft.
Und jetzt dieser traurige Abklatsch des 05ers. Vorne wie hinten wieder rundgelutscht, könnte auch ein Mitsuzuki sein. Die Eigenständigkeit aufgegeben zu Gunsten von Mainstream-Einerlei...
Man darf auf die Absatzzahlen des "Neuen" gespannt sein...
Oh,oh was macht Ford da,kaufen werd ich ihn nicht wenn er wirklich so kommen sollte.Zum Glück hab ich einen 07 und der ist der Hammer auch wenn nochmal viel Geld drinn steckt.
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