SEMA 2008 Vorschau: Dodge Challenger

Dodge Challenger auf der SEMA 08

Vom 4. bis zum 7. November wird Las Vegas nicht nur von Spielern bevölkert: Die SEMA, die wohl wichtigste Messe in Sachen Autotuning öffnet wieder ihre Pforten für das Fachpublikum. Heute gibts dafür von uns schon einmal einen Überblick über die interessantesten Fahrzeuge, die dort vorgestellt werden. Traditionell ist die SEMA das Terrain der vielen unabhängigen Tuner, doch lassen sich die Werkstuningabteilungen der Big Three auch nicht lumpen und zeigen regelmäßig neue Concept Cars vor allem für modifizierte Varianten der bekannten Serienmodelle. Obwohl das 2010er Modell des Chevrolet Camaro das Auto des Jahres auf der SEMA ist, dürfte der Dodge Challenger als meistvertretenes Auto dem Musclecar aus dem Hause GM wohl den Rang ablaufen. Zumindest, wenn Ihr Euch einmal die Menge der hier vorgestellten Challenger-Varianten zu Gemüte führt:

Dodge Challenger

Bereits im Juli hat Mopar, die hausinterne Tuningschmiede von Chrysler, einen Turbolader für den Dodge Challenger SRT-8 angekündigt. Dieser wird auf der diesjährigen SEMA der Öffentlichkeit vorgestellt. Genauere Infos gibt es von Seiten Mopar bisher leider nicht, so dass wir uns noch ein paar Tage gedulden müssen.

Mopar Targa Challenger
Dodge Challenger TargaDennoch gibts noch ein bißchen mehr aus dem Hause Mopar zu sehen: So zeigt man den von Mopar modifizierten Targa Challenger, der bei der diesjährigen Targa Neufundland Rallye zum Einsatz kam und in seiner Klasse hinter einem Subaru WRX einen zweiten Platz erreichte. Der in einem Grün aus der Dodge-Viper-Palette lackierte Mopar Challenger wird von einem Crate HEMI V8 mit 392 cui (6,4 Liter) angetrieben und leistet 540 PS. Außerdem verfügt er über ein KW-Fahrwerk, ein Sechsgang-Tremec-Getriebe, ein modifiziertes Differential, eine 380 mm Sechskolben-Scheibenbremsanlage vorne und Vierkolben-Bremsen mit 355 mm Scheibendurchmesser an der Hinterachse.

Mopar Challenger Blacktop
Ein weiteres Modell namens Challenger Blacktop gibt es ebenfalls bei Mopar zu sehen. In Verbindung mit einem Sechsgang-Getriebe arbeitet ein 5,7 Liter V8 im Motorraum des schwarz lackierten und mit schwarzen Zierstreifen versehenen Blacktop Challenger. Lediglich durch ein Cold Air Intake und eine Cat-Back-Auspuffanlage ist der Motor modifiziert worden. Der Großteil der Änderungen gegenüber einem Serien-Challenger spielt sich im Optikbereich ab. So verfügt der Blacktop-Chally über 22 Zoll Alu-Felgen, die der Viper-Palette entnommen wurden und neue Spoiler sowie eine modifizierte Frontlippe. Für die Unterhaltung im Auto sorgt zusätzlich noch ein Kicker Audio-System.

Dodge Challenger SRT-10 Concept

Der interessanteste Wagen in der diesjährigen Mopar-SEMA-Palette dürfte allerdings ein Concept Car sein. Die Ingenieure von Chrysler bringen nämlich einen Dodge Challenger SRT-10 mit. Und ihr wisst sicherlich, wofür die 10 steht, oder? Richtig, einen V10 im Motorraum des Retro-Musclecars. Dieser wurde natürlich einer Dodge Viper SRT-10 entnommen und leistet jetzt im Challenger durch 8,4 Liter Hubraum 600 PS. Mit reinem Motortuning ist es natürlich nicht getan: So verfügt der SRT-10 Challenger über eine funktionale Shaker Hood aus Kohlefaser, Kofferraumdeckel und Frontlippe sind ebenfalls aus dem leichten Material gefertigt. Neben einem neuen Heckspoiler spendierte man dem SRT-10 Concept Bilstein Stoßdämpfer, größere Felgen, eine verstärkte Bremsanlage und eine Vierfachauspuffanlage. Zusätzlich zu neuen Sportsitzen und einem Startknopf wie in der Viper findet man im Interieur ebenfalls Carbon-Teile, die für Sportfeeling sorgen sollen.

Hurst/HEMI Challenger
HURST Hemi ChallengerEiner der ersten Tuner, der sich den Challenger vornimmt, ist ein altbekannter Vertreter: Hurst. Nicht nur bekannt durch die Hurst Shifter, sondern auch durch den legendären Hurst/Olds 442 und nicht zuletzt auch im Mopar-Lager durch den durch Hurst modifizierten Chrysler 300, dürfen wir uns jetzt auf einen Hurst/HEMI Challenger freuen. Mehr als 500 PS dürfen wir in jeder der vier turbogeladenen und von Hurst angebotenen Ausbaustufen erwarten. Die Basis für die Hurst-Fahrzeuge ist hierbei der Challenger SRT-8 und neben dem obligatorischen Hurst Pistol Grip-Shifter sollen auch von klassischen Hurst-Designs inspirierte Fünfspeichenfelgen montiert werden. In Produktion gehen soll der Wagen laut Hurst Anfang 2009 und auch nur der Beginn einer Serie von Tuningmodellen aus eigenem Hause sein.

Dodge Challenger SRT-8 Cabrio / Convertible
Die Cabriospezialisten von Coach Builders Ltd. bauen Fahrzeuge um, die es nicht serienmäßig als Cabrio gibt. Da Dodge sich gegen eine werksseitige Cabrioversion des Challenger entschieden hat, sind die Jungs aus Florida gefragt. Erfahrung ist ausreichend vorhanden: Neben dem Cadillac CTS bietet Coach Builders Ltd. auch den Umbau des Chrysler 300 an.

Dodge Challenger CabrioDer SRT-8 Challenger, den man auf der SEMA zeigt verfügt neben einem Stoffverdeck auch über 560 PS, die dank eines Vortech-Turboladers aus dem HEMI-Aggregat herausgekitzelt werden. Nitto-Reifen wurden auf 22-zöllige Foose-Felgen gezogen, zusätzlich verfügt der dachlose Challenger über ein KW-Gewindefahrwerk.
Den Cabrioumbau bietet man für 16.000 US-Dollar an und er beinhaltet neben dem Verdeck auch den passenden Dachhimmel, eine beheizte Heckscheibe und eine Kofferraumstrebe, um die Verwindungssteifigkeit der Karosserie zu unterstützen.

 

Hotchkis mit 2 Dodge Challengern auf der SEMA
Der Hersteller für Sportfahrwerke bringt gleich zwei Challenger mit zur SEMA. Zum Einen ein sixpack-befeuertes Modell von 1970 und zum Anderen den aktuellen SRT-8 Challenger. Beide werden in gelbem Lackkleid da stehen und mit zahlreichen Upgrades daherkommen.
Ein paar Fotos und ein Video vom 70er Challenger findet Ihr hier.

Mr. Norm is back: Super Challenger & Super 'Cuda
Grand Spaulding Dodge und Mr. Norm sollten jedem Mopar-Fan ein Begriff sein. In den 60ern war Mr. Norm für die heißesten Mopars in den Staaten bekannt und jetzt besinnt man sich wie bei Hurst auf seine Historie und nimmt sich den aktuellen Challenger vor. Bei Mr. Norm heißt der 900 PS starke Wagen Super Challenger und er erreicht diese  Leistung durch einen auf den HEMI-V8 gepflanzten Kenne Bell Turbolader mit Intercooler. Optisch kommt der Super Challenger im schwarzen Lackkleid mit roten Zierstreifen daher, im Innenraum dürfen Katzkin Ledersitze und ein Hurst Pistol Grip Shifter nicht fehlen. Das  Fahrwerk ist von Hotchkis und sorgt für eine noch bessere Straßenlage. Frontspoiler und seitliche Lufteinlässe stammen von Hulst Customs, die Auspuffanlage aus dem Hause Corsa. Geschmiedete Rodtana Felgen mit Pirelli Scorpion Zero sollen die Kraft des 900 PS-Motors auf die Straße bringen, eine 8-Kolben-Scheibenbremsanlage von SSBC wiederum sorgt für das gelegentliche Abbremsen...

Mr Norms Super Challenger

Und weil es 1970 ja nicht nur den Challenger gab, sondern  auch sowas schönes wie einen AAR 'Cuda, hat man sich bei Mr. Norm gedacht: Wir bauen ebenfalls einen Super 'Cuda.
Dieser ist optisch ein Gegenstück zum Super Challenger und kommt in HEMI-orange mit schwarzen Zierstreifen daher. Technisch ist er ansonsten identisch mit dem Challenger, verfügt im Innenraum ebenfalls über eigens angefertigte Katzkin Ledersitze und rollt auf 22 Zoll Rodtana-Felgen daher. Damit man ihn auch als 'Cuda erkennt, designte man bei Mr. Norm noch einen vom klassischen 'Cuda inspirierte Frontgrill und die passende Heckpartie.

Mr Norms Super 'Cuda

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