GM und Chrysler stellen Sanierungskonzepte vor

Gestern war es soweit, die Autokonzerne General Motors und Chrysler mussten ihre Sanierungskonzepte vorlegen, die die Bedingung für weitere Staatshilfen waren.

Bei Chrysler wird man sich von drei Modellreihen trennen: So müssen der in die Jahre gekommene PT Cruiser, der erfolglose Chrysler Aspen und der auf der gleichen Plattform gebaute Dodge Durango dran glauben. Mit der Einstellung dieser Modelle dürfen auch gleichzeitig 3000 Chrysler Arbeiter ihre Sachen packen. Die Chrysler-Führung fordert derweil weitere fünf Milliarden US-Dollar, um weiter überleben zu können.

Beim großen GM-Konzern hat die Sanierung noch ganz andere Ausmaße: Die Marke Hummer soll ja schon seit längerem verkauft werden. Hinzu kommt, dass Saturn bis 2011 entweder eingestellt wird oder wenn möglich vorher noch veräußert wird. Pontiac bleibt ebenfalls nicht erhalten und der schwedische Autobauer Saab soll wenn möglich ebenfalls verkauft werden. Dort hofft man noch auf Hilfen vom Land Schweden, das bei der dem Kauf vorhergehenden Sanierung noch finanzielle Unterstützung leisten soll. Somit werden bei General Motors nur noch die Marken Chevrolet, Buick, GMC und Cadillac erhalten bleiben. Insgesamt will man 43.000 Arbeitsplätze abbauen, das Händlernetz soll bis 2012 von jetzt 6248 Händlern auf 4100 Verkaufsstellen reduziert werden. Um nicht bankrott zu gehen, benötigt man laut GM bis Ende kommenden Monats weitere 16,6 Milliarden US-Dollar.

Bis Ende März will man seitens der Regierung bzw. in Parlament und Senat über die Vergabe der geforderten Kredite entscheiden.

Bildquellen: GM Media, Chrysler Media

Kommentare

Staatshilfen hat General Motors mittlerweile ja reichlich bekommen, bin wirklich mal gespannt, was man darüber in naher Zukunft noch sagen wird, denn mir macht das ganze doch eher den Eindruck als hätte man hier einiges einfach in den Wind geblasen. Von einer Rettung würde ich jedenfalls nicht mehr ausgehen, vielmehr muss wohl überlegt werden, wie man die Schrecken dieses Endes einigermaßen begrenzen kann. Zumindest wäre nach einem Ende endlich mal eine gewisse Basis für Zukunftspläne geschaffen. Momentan hängen ja doch alle nur in der Luft.

Vielleicht scheinen sie die Staatshilfen ja wirklich gut genutzt zu haben, anders kann ich mir sonst nicht erklären, wie sie plötzlich versuchen wollen Opel selbst zu sanieren. Einen Verkauf haben sie ja noch in letzter Minute abgelehnt, obwohl schon fast alles unter Dach und Fach war.

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